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0000000000 Logo IAAF    15. Leichtathletik-WM 2015 - Sieger, Verlierer, Rekorde

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Nationalstadion Peking
Nationalstadion Peking - Foto: Peter23 - Lizenziert unter CC BY 2.5





   Kugelstoßen
Paukenschlag gleich am ersten Tag der WM. Christina Schwanitz wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und holte Gold für die deutsche Mannschaft.

Und tags darauf stieß David Storl die Kugel auf den Silberrang. Bei der letzten WM vor zwei Jahren war es genau anders herum: Damals holte Storl Gold und Schwanitz die Silbermedaille!




Flagge Deutschland

Gleich in vier Disziplinen schafften es die deutschen
Sportler, jeweils drei der ersten acht für die Nationen-
wertung zählenden Plätze zu belegen:

Speerwurf Frauen Plätze  1 - 4 - 6
Diskuswurf Frauen Plätze  3 - 5 - 7
Zehnkampf Plätze  3 - 6 - 7
Speerwurf Männer Plätze  4 - 6 - 7



Der Weltmeistertitel will ihm einfach nicht gelingen: Nach Silber vor zwei Jahren reichte es diesmal für den Franzosen Renaud Lavillenie gar "nur" zu Bronze. Und wieder schaffte es Raphael Holzdeppe in einem spannenden Finale auf das Siegerpodest. Im dritten Versuch katapultierte er sich auf den Silberrang. Nur zwei Stabhochspringer waren bei Weltmeisterschaften bisher erfolgreicher ...
Tags darauf holte sich Nadine Müller ihre zweite WM-Medaille. Auf den Plätzen 5 (Julia Fischer) und 7 (Shanice Craft) sorgten die deutschen Diskuswerferinnen für eine tolle Mannschaftsleistung. Nach dem Speerwurf der Frauen war es die erfolgreichste Disziplin der deutschen Sportler, wenn man die für die Nationenwertung maßgeblichen Plätze 1 bis 8 zugrunde legt.



Am fünften Tag boten die drei deutschen Speerwerfer einen klasse Finalkampf und landeten auf den Plätzen 4 (Thomas Röhler), 6 (Andreas Hofmann) und 7 (Johannes Vetter). Keine Medaille zwar, aber hervorragende Leistungen aller drei Werfer.

Und dann kam Gesa Felicitas Krause. In phantastischer Manier spurtete sie über 3.000 m Hindernis zu einer vielleicht erhofften, aber angesichts der Konkurrenz nie erwarteten Medaille. Es war die erste Einzelmedaille in einer Laufdisziplin seit 2001 (!). Damals rannte Ingo Schultz über 400 m zum Vizeweltmeistertitel.
Für einen weiteren emotionalen Höhepunkt sorgte Cindy Roleder über 100 m Hürden. Mit neuer persönlicher Bestzeit sprintete sie zu Silber. Diese Medaille war wohl noch überraschender als die von Gesa Felicitas Krause. Zwei Einzelmedaillen in Laufdisziplinen. Das gab es zuletzt bei der WM 1999 in Sevilla.



Auch alle drei deutschen Zehnkämpfer boten einen herausragenden Wettkampf. Nach dem Silberrang von Michael Schrader bei der WM vor zwei Jahren (der diesmal Rang 7 erkämpfte) lag es diesmal an Rico Freimuth, mit klar verbesserter persönlicher Bestleistung einen Bronzeplatz zu erobern. Und Kai Kazmirek komplettierte mit Platz 6 ein phantastisches Mannschaftsergebnis der wahren Könige der Athleten.
Der letzte Tag der WM sollte aus deutscher Sicht ein weiteres Highlight liefern und das insgesamt beste mannschaftliche Ergebnis in einer Disziplin. Mit dem letzten Wurf der Konkurrenz schleuderte Katharina Molitor den Speer auf die Goldweite von 67,69 m, rund anderthalb Meter weiter als die bis dahin führende Chinesin Lyu. Die Titelverteidigerin Christina Obergföll landete nach Babypause und persönlicher Jahresbestleistung auf Platz 4, und die Jüngste des Teilnehmerfeldes, Christin Hussong, erreichte einen mehr als respektablen Platz 6!



Und international?
  • Usain Bolt triumphierte in allen drei Sprintdisziplinen über seinen in diesem Jahr ärgsten Widersacher Justin Gatlin. Elfmal Gold lautet nun sein WM-Rekord. Ihm am nächsten kommt die US-Amerikanerin Allyson Felix mit neunmal Gold, die in Peking ihre Erfolgsbilanz mit 1 × Gold und 2 × Silber verbesserte.
  • Die Niederländerin Dafne Schippers sprintete über 200 m zu einem neuen Weltmeisterschaftsrekord. Nur zwei US-Läuferinnen waren über diese Distanz jemals schneller als sie, darunter die später des Dopings überführte Marion Jones.
  • Die mit massiven Dopingvorwürfen belastete Leichtathletik Russlands erlebte einen beispiellosen Absturz. Vor zwei Jahren noch Erster im Medaillenspiegel mit insgesamt 17 Medaillen, reichte es diesmal nur noch für Platz 9 und gerade mal vier Medaillen.
  • Das ebenfalls mit Dopingvorwürfen konfrontierte Kenia dagegen errang ungeachtet auch zweier bestätigter positiver Tests bei den Titelkämpfen erstmals Platz 1 im Medaillenspiegel. Und Ezekiel Kemboi lief über 3.000 m Hindernis zum siebtenmal hintereinander auf einen Medaillenplatz, die letzten 4 mal sogar auf das oberste Treppchen. Auch ein Rekord.



Die deutschen Medaillengewinner
und Nächstplatzierten im Überblick
Platzierung Zahl Athlet/in Disziplin
Gold 2 Christina Schwanitz Kugelstoßen
Katharina Molitor Speerwurf
Silber 3 Cindy Roleder 100 m Hürden
Raphael Holzdeppe Stabhochsprung
David Storl Kugelstoßen
Bronze 3 Nadine Müller Diskuswurf
Gesa Felicitas Krause 3.000 m Hindernis
Rico Freimuth Zehnkampf
4. Platz 3 Christina Obergföll Speerwurf
Thomas Röhler Speerwurf
Julian Reus, Sven Knipphals, Alexander Kosenkow, Aleixo-Platini Menga 4 × 100 m
5. Platz 3 Julia Fischer Diskuswurf
Rebekka Haase, Alexandra Burghardt, Gina Lückenkemper, Verena Sailer 4 × 100 m
Claudia Rath Siebenkampf
6. Platz 6 Malaika Mihambo Weitsprung
Marie-Laurence Jungfleisch Hochsprung
Kathrin Klaas Hammerwurf
Christin Hussong Speerwurf
Andreas Hofmann Speerwurf
Kai Kazmirek Zehnkampf
7. Platz 5 Tobias Scherbarth Stabhochsprung
Shanice Craft Diskuswurf
Betty Heidler Hammerwurf
Johannes Vetter Speerwurf
Michael Schrader Zehnkampf
8. Platz 3 Martina Strutz Stabhochsprung
Kristin Gierisch Dreisprung
Christoph Harting Diskuswurf
Insgesamt 28 Platzierungen auf den Plätzen 1 - 8



Rekorde bei der WM 2015
Rekord Athlet/in Disziplin Land Leistung
WR Ashton Eaton Zehnkampf Flagge USA USA 9045 Pkt
ER Dafne Schippers 200 m Flagge Niederlande NED 21,63 s